Die nächsten Tage starte ich immer zwischen 6.30 Uhr und 7 Uhr morgens.

Ich mag die Ruhe & Stille am Morgen, meistens ist es noch etwas dunkel und manchmal sieht man noch die Sterne funkeln . Der Weg am Atlantik ist so schön und ich genieße es allein unterwegs zu sein.  Ich liebe es mitzubekommen wie der Tag aufwacht. Die Sonne aufgeht, die Menschen aus Ihren Häusern kommen und der Himmel sich in verschiedenen Farben zeigt. 

Ob ich Angst habe oder hatte? Kein einziges Mal. Die Wege sind super ausgeschildert und falls ich mal nicht weiter weiß, habe ich eine App die mir den richtigen Weg aufzeigt. Man kann sich kaum verlaufen. 

Vor allem ab 9 Uhr kommen immer mehr Pilger auf den Weg, so ist das Verlaufen fast unmöglich.

Man fühlt sich hier nie ganz allein. 

Wenn man will lernt man jemand kennen oder auch nicht. Alles ist offen und jedem sich selbst überlassen.

Ich fühlte mich immer sicher, und wohl auf dem Weg. Auch als Frau alleine. Für mich war der Camino ein „bei mir ankommen“,

ich durfte die Erfahrung machen und soviel loslassen.

Man hat auf dem Camino die Möglichkeit sich selbst nochmal tiefer zu begegnen, Seiten an sich kommen wieder zur Vorschein die längst

Vergessen worden sind. Ich bin so dankbar für diese Erfahrung. Und nun geht es darum, diese Anteile auch wieder in meinen Alltag zu integrieren.

Und ich kann es jeder Frau ans Herz legen, wenn du es machen möchtest. Tue es. Aber tue es ganz allein für dich. 

In den Hostels am Abend trifft man viele andere Pilger und die Gespräche sind immer herzerwärmend. Zusammen wird gekocht, gegessen und immer muss ein Vino dabei sein. Da fällt das englisch sprechen öfters auch leichter aus 😛 

Hier zählt nicht was du hast, nur wer du bist.

Wie es dir geht, was dir weh tut und welche Beweggründe du hast den Weg zu gehen. Jeder hat einen anderen und man findet immer die Menschen auf dem Weg, die einem was mitgeben. Erst im Nachhinein kristalliseirt sich alles heraus. Ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Alle haben wir das geleiche Ziel. Auch wenn die Wege manchmal anstrengend sind un der Camino auch Schmerzen mit sich bringt, den dass hier ist kein Urlaub. Oder sagen wir mal so, ein Urlaub ALL IN mit Schmerzen. Die sind absoult vorgebucht und dabei.

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